Achtsamkeitstraining/ Regulatives Musiktraining

Oft sind wir Mitteleuropäer mit unserem Bewusstsein nicht voll in der Situation, in der sich unser Körper befindet, d.h. oft sind wir nicht in der Gegenwart präsent.

Wo aber sind wir dann?

Bei den allermeisten Menschen dreht sich im Kopf eine gedankliche Endlos-Schleife, die vom Einzelnen als notwendiges, mit dem Leben nun einmal verbundenes Übel hingenommen wird. Oft ist die Existenz dieser gedanklichen Hamsterräder demjenigen nicht bewusst und demzufolge kommen die meisten Menschen auch nicht auf die Idee, dass sie daran etwas verändern könnten.

Warum ist es sinnvoll, sich diese eingefahrenen Gedankenschleifen bewusst zu machen und den Umgang mit ihnen zu verändern?

Oft ist eine gegenwärtige Situation gut für uns. Aber wir können sie nicht genießen, weil wir in Gedanken mit den Widrigkeiten z. B. des vergangenen Tages beschäftigt sind.

Da gab es eine Situation, die uns geärgert hat, wir fühlten uns ungerecht behandelt, oder wir tragen ein Gefühl der Reue mit uns herum, das sich zu einem Schuldgefühl auswächst.

Viele schleppen ein Leben lang einen drückenden Kindheitsrucksack mit sich herum.

Oder man denkt schon 2 Wochen zuvor wieder und wieder zu einem zukünftigen Ereignis hin, dass Sorge macht.

Mit jedem Gedanken ist ein ganz bestimmtes Gefühl verbunden.

Wie Sie der Methode „Emotionale Befreiung“ entnehmen können, ist es sinnvoll, Gefühle zu fühlen und einzuladen.

Was aber passiert im Normalfall, wenn Gefühle an Gedanken gekoppelt, wieder und wieder nach oben kommen?

Jede Gedankenschleife führt durch die Kopplung an das entsprechende Gefühl, zu einer Stimmungsverschlechterung. Wir spüren das und wollen das ja nicht wirklich, deshalb versuchen wir die aufkommenden Gefühle zu verdrängen. Gefühle, die wir ablehnen, werden im Körper gespeichert.

Und nun führt jeder erneute Gedanke an das Problem ja nicht zu dessen Lösung, sondern zu einem weiteren Gefühlsstau.

Gedanken, die in die Vergangenheit gehen, können Depressionen verstärken (ich kann ja rein gedanklich nichts mehr an dem Gewesenen verändern).

Gedanken, die in die Zukunft gehen, können Ängste verstärken, weil ich ja wirklich nicht sagen kann, was in der Zukunft unter Umständen passieren könnte.

Natürlich kann es sinnvoll sein, bestimmte Ereignisse oder Grundgefühle aus der Vergangenheit zu bearbeiten und gezielt über Details zur Lösung zukünftiger Sachverhalte nachzudenken.

Menschen, die sich für gezielte Zukunftsgedanken (also: Was möchte ich? Wie kann ich das in Angriff nehmen? Was sollte ich noch organisieren etc.) bestimmte Zeiten am Tag frei halten, stellen fest, dass sie dafür viel weniger Zeit brauchen als gedacht.

So helfen uns also die rottierenden Gedanken nicht bei einer Lösung der Probleme, die aus der Vergangenheit kommen und/oder in die Zukunft reichen, sondern sie verstärken die Probleme, weil die damit verbundenen Gefühle verstärkt werden.

Oft befinden wir uns vielleicht in ganz annehmbaren oder sogar schönen aktuellen Situationen, die wir aber nicht wahrnehmen können, weil unser Bewusstsein abwesend ist.

Wie können wir es nun erreichen, auch innerlich dort anzukommen, wo sich unser Körper befindet und damit dauerhaft unsere Befindlichkeit zu verbessern?

Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Die Methode, die ich anbiete, hat sich aus meinem therapeutischen Fundus und eigenen Erfahrungen entwickelt.

Aber welchen Weg Sie auch immer beschreiten, es geht letztlich darum, ins Bewusstsein zu bekommen, was eigentlich den ganzen Tag in unserem Kopf los ist und das Kopfkino zu beenden, indem wir unsere Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt lenken.

Und das Hier und Jetzt betrete ich über alle meine Sinnesorgane:

Körperwahrnehmung, Hören, Fühlen, Sehen, Riechen, Schmecken.

Das erfordert zunächst etwas Übung, die aber reich belohnt wird.

Nach wenigen Wochen werden Sie in der Lage sein, tatsächlich in dem Moment präsent zu sein, in dem Sie sich gerade befinden, was zu einer verbesserten Stimmungslage, zu einem völlig neuen Umgang mit allgegenwärtigen Störungen und zu einer deutlich besseren Ein- und Durchschlaffähigkeit führt.

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